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Semesterbericht 2008

Die Schweizer Wirtschaft konnte sich im ersten Semester 2008 dank langfristiger Aufträge und überverkaufter Lager im Wachstumsbereich halten.

10. Juli 2008

Die steigenden Rohstoff- und Energiepreise, eine Teuerung von 2.9 % zu Ende Juni und die von der US-Wirtschaft ausgehende Finanzkrise haben jedoch alle Prognostiker veranlasst, ihre Voraussagen zur Entwicklung des Bruttosozialproduktes zu reduzieren. Die Börsenmärkte als vorauseilende Botschafter stellen auch für die Schweiz eine Abkühlung der Konjunkturentwicklung in Aussicht. Banken und Anleger haben das neue Wirtschaftsklima bereits im ersten Semester zu spüren bekommen.

Die Struktur der Aktivseite unserer Bilanz hat sich im positiven Sinne verändert. Aus den Forderungen gegenüber Banken, die um rund 31 % abnahmen, konnten CHF 68 Mio. in die Ausleihungen an Kunden umgelagert werden. Sowohl die Forderungen gegenüber Privaten und Gemeinden mit einem Zuwachs von CHF 33 Mio., wie auch der Hypotheken- zuwachs von CHF 35 Mio. erfolgten im Bereich eines erfreulich tiefen Risikoprofils. Keine Dynamik verzeichnete der Sockel unserer Kundengelder von CHF 2.8 Mrd. Verändert haben sich jedoch die Anteile der einzelnen Rubriken. Die Sparkapitalien haben um CHF 122 Mio. abgenommen, wogegen die Anlagen mit festen Laufzeiten in Form von Kreditoren auf Zeit und Kassenobligationen um CHF 83 Mio. beziehungsweise um CHF 26 Mio. zulegten. Infolge der Rückzahlung eines Pfandbriefdarlehens von CHF 34 Mio. sank in übereinstimmendem Betrag die Bilanzsumme um 0.9 %.

In der Erfolgsrechnung schloss das Zinsengeschäft mit CHF 29.8 Mio. gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3.4 % oder CHF 1.0 Mio. besser ab. Die Erträge aus Dienstleistungen und Handel hingegen hatten unter den Turbulenzen der Finanzmärkte zu leiden und schlossen mit CHF 4.3 Mio. bzw. CHF 1.1 Mio. spürbar schwächer ab als im ersten Semester 2007. Die Auswirkungen der Einbussen um rund 27 % und um 40 % werden durch die Dominanz des Zinsengeschäftes, das derzeit 85 % der Erträge bestreitet, relativiert. Beim übrigen ordentlichen Erfolg führten die gesunkenen Dollar- und Eurokurse zu Wertberichtigungen auf den Fremdwährungsanlagen von CHF 0.9 Mio. Durch Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand konnte die negative Ertragsentwicklung des operativen Geschäftes um CHF 0.5 Mio. gemildert werden. Zudem zog das erste Halbjahr 2008 unter der Rubrik Ausserordentlicher Ertrag mit

CHF 2.4 Mio. Nutzen aus der Auflösung der Aargauischen Bürgschaftskasse (CHF 1.2 Mio.) und aus der positiven Entwicklung der Wertberichtigungen für Ausleihungen (CHF 1.2 Mio.). Der Periodengewinn übertraf mit CHF 12.9 Mio. das Vergleichsergebnis des Vorjahres um CHF 1 Mio.

Da sich die ausserordentlichen Erträge im zweiten Semester nicht im gleichen Ausmass wiederholen, erwarten wir angesichts des wachsenden Druckes auf die Zinsmarge ein Geschäftsergebnis im Rahmen des guten Vorjahres.

Der Kurs der HBL-Aktie schloss Ende Juni nach der Nennwertrückzahlung von CHF 105.- am 20.06.2008 mit CHF 4'550.- gegenüber CHF 4'350.- Ende 2007. Die Kursentwicklung unserer Aktie trotzte mit einem Kursgewinn von 4.6 % im ersten Semester den sinkenden Märkten und dürfte eine Würdigung des intakten Eigenmittelverhältnisses unserer Bank beinhalten.

Fakten zur Hypothekarbank Lenzburg

  • Seit 1868 im Herzen des Kantons Aargau
  • Selbstständige, börsenkotierte Aktiengesellschaft
  • Mitarbeitende (Vollzeitstellen) 185, Lernende 16
  • Bilanzsumme (Stand 30.06.2008) CHF 3'628.9 Mio.
  • Jahresgewinn 2007: CHF 22.7 Mio.
  • Aktienkapital: CHF 21.6 Mio., eingeteilt in 72'000 Aktien zu CHF 300.- Nennwert, gehandelt an der Schweizer Börse (SWX) unter HBLN
  • Gewinnverwendung 2007: Nennwertrückzahlung CHF 105.- pro Aktie

Weitere Informationen

Jürg Ritz
Vorsitzender der Geschäftsleitung
Hypothekarbank Lenzburg
Bahnhofstrasse 2
5600 Lenzburg
Telefon: + 41 62 885 13 05
Telefax: + 41 62 885 15 95
E-Mail:    juerg.ritz@hbl.ch

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