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Museum Aargau: «Digitales Angebot mit starkem Standortbezug»

Die Schlosssaison 2019 stellt das Museum Aargau unter das Motto «Gaumenfreuden». Zusammen mit der Hypi hat es eine Videodokumentation für die Habsburg realisiert.

26. April 2019

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Kameramann David Scheppus vom HBL-WebTV bei den Dreharbeiten für die Videodokumentation über das Schloss Habsburg

Zum Saisonthema «Gaumenfreuden» bietet das Museum Aargau auf Schloss Habsburg einen interaktiven Archäologiepfad an. Dieser führt durch die Ruinen der vorderen Burg bis zur Ausstellung im grossen Wohnturm und damit über das ganze heute erschlossene Burggelände. Kurze Filmbeiträge liefern an verschiedenen Stellen des Ausstellungspfads Informationen über die Ursprünge der Stammburg des Fürstengeschlechts Habsburg. Die Besucher können die Videos mit ihrem Smartphone über QR-Codes starten, die auf Bodenplatten angebracht sind. Einer der beiden Protagonisten der Videodokumentation ist Reto Bucher, Bereichsleiter Mittelalter der Kantonsarchäologie Aargau. Er erklärt anhand von Grabungsplänen, wie zwischen 1978 und 1983 ein Teil der Habsburg freigelegt und rekonstruiert worden ist. Im Video sagt er, dass gefundene Speiseabfälle in der alten Burglatrine darauf hinweisen, dass die Burgbewohner des 12. Jahrhunderts einen höheren Lebensstandard hatten als diejenigen des 16. Jahrhunderts. Wieso das so ist, erfahren Sie in der exklusiven Filmvorschau, auf die Sie mit dem QR-Code unten gelangen.

Das Highlight der Dokumentation ist das Fragment eines Aquamanile, eines Giessgefässes. Es wurde auf der Habsburg genutzt und belegt den gehobenen Standard der früheren Burgeinrichtung des 12. und 13. Jahrhunderts. Die vollständige Replik des Gefässes, das zur Handwaschung diente, wird heute im Museum ausgestellt. Was die Herausforderungen bei einer solchen Präsentation sind, erklärt Lea Schieback, Kuratorin des Museums Aargau, im Video im grossen Wohnturm der Habsburg.

Authentisch und wirkungsvoll

Gedreht wurde die Dokumentation Anfang März 2019. «Zwar ist die Latrine, die mittelalterliche Toilette, von der im Video gesprochen wird, nicht mehr zu sehen. Und die Küche im Nordturm, auf die Bezug genommen wird, liegt unter vielen Tonnen Erde begraben. Trotzdem hat das Multimedia-Team der Hypothekarbank Lenzburg eindrückliche Videos über die Ernährungsgeschichte der Habsburg realisiert», sagt Fabio Rudolf, Geschichtsvermittler und Produktionsleiter beim Museum Aargau.

Alle fünf Teile der Habsburgdokumentation sind seit Ende März 2019 auf dem Schloss Habsburg zugänglich. «Die interaktive Videodokumentation bildet ein digitales Angebot mit starkem Standortbezug und authentischen Protagonisten, das Geschichte am Schauplatz zum Erlebnis macht», freut sich Rudolf, der auch schon die von der Hypothekarbank Lenzburg unterstützte App über die Industriekultur am Aabach realisiert hat.

Exklusive Vorschau unter www.schlossgeschichten.ch: Was sagen die Essgewohnheiten über den sozialen Status der Habsburgbewohner aus?

IndustriekulTOUR Aabach: Jetzt App herunterladen und sich über den Rundgang informieren.

 

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