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Typologie des neuen Investierens

Investieren wird menschlicher: In der Verhaltensökonomie spielen psychologische Aspekte der menschlichen Urteilsfähigkeit eine wichtige Rolle. In der heutigen Bankenwelt werden diese Erkenntnisse aber immer noch zu wenig beachtet. Das wollen nun zwei Hochschulprofessoren ändern.

26. Januar 2018

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An der Universität Zürich simulieren Studierende, wie das menschliche Verhalten das Handeln mit Wertschriftenanlagen beeinflusst.

Der Mensch und sein Verhalten sind irrational. Allzu oft schleichen sich Fehler in den Urteilsprozess unseres Bewusstseinsapparats ein. Das Grundproblem: Bei der Verarbeitung neuer Informationen greifen wir auf vorhandenes Datenmaterial in unserem Hirn zurück. Doch dieses ist in mancherlei Hinsicht mangelhaft. So kommt es zu kognitiven Fehlleistungen, zu sogenannten Biases. Auch beim Investieren.

Am Institut für Banking und Finance der Universität Zürich kennt man diese Psychofallen nur zu gut. In einem Testlabor werden sie seit Jahren erforscht. Studierende aller Fachrichtungen simulieren hier immer wieder, wie das menschliche Verhalten das Handeln mit Wertschriftenanlagen beeinflusst. Es ist ein Kampf gegen Selbstüberschätzung, übertriebene emotionale Reaktionen oder falsche Erinnerungen.

Verlustaversion als Risikobaustein

Verantwortlich für die Psychotests ist Thorsten Hens, Professor für Financial Economics an der Universität Zürich. Die Ergebnisse seiner Laborversuche haben den Verhaltensökonomen und Experten für Behavioural Finance zum Schluss kommen lassen, dass die bisherige Praxis im Anlagegeschäft auf einem falschen Fundament steht.
    
Dabei hat er vor allem die sogenannte Portfoliotheorie des US-Ökonomen und Nobelpreisträgers Harry Markowitz im Visier. «Markowitz sagt, dass Anleger vollkommen rational sind. Sie wägen Renditen gegen Risiken ab, wobei Risiken nach Schwankungen gemessen werden. Die neue Welt zeigt aber, dass Anleger nicht rational sind», so Hens im HBL-WebTV.

Die Fehleinschätzungen, die die Anleger machten, seien mannigfaltig. «Sie sind zu optimistisch in manchen Phasen und zu pessimistisch in anderen. Und man hat gesehen, dass die Leute vor allem auf Verluste achten, dass sie unter Verlusten leiden», so Hens weiter.

Die emotionale Struktur des Kunden erfassen

Um das neue Paradigma in der Bankenwelt zu promoten, hat Hens zusammen mit Enrico De Giorgi, einem Mathematikprofessor der Universität St. Gallen, ein Tool für die Profilierung von Anlagerisiken entwickelt, das sie mit Ihrer Firma Behavioural Finance Solutions vertreiben. Die Hypothekarbank Lenzburg führt es in der ersten Hälfte des Jahres 2018 in ihren Beratungsprozess ein. De Giorgi ist überzeugt, dass man damit bessere Resultate erzielt als mit den herkömmlichen Methoden der Risikoprofilierung.

«Mit unserem Diagnostik-Tool erfassen wir mit ein paar Fragen die emotionale Struktur eines Kunden. Wir wollen herausfinden, wie emotional ein Kunde ist. Das machen wir mit dem Ziel, mögliche kognitive Fehler auszuschalten, die der Kunde bei seinen Anlageentscheiden machen könnte», sagt De Giorgi.

Neben der emotionalen Diagnostik führt das Tool von Behavioural Finance Solutions auch eine Risikoprofilierung der Anleger durch und misst deren Risikotoleranz. Dabei verfolge man eben einen anderen Ansatz als die klassische Finanzmartktheorie. «Wir wollen verhindern, dass Irrationales in den Entscheidungsprozess mit einfliesst», so De Giorgi.

Mit welchen vier Grundtypen das neue Tool operiert und wieso die Hypothekarbank Lenzburg sich dafür entschieden hat, erfahren Sie im Videobeitrag des HBL-WebTV.

Risk Profiler Behavioural Finance Solutions

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HBL-WebTV

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