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«Wir sind alle ein bisschen SpaceX»

Im neuen Podcast «Finanzgipfel» spricht Anlagechef Reto Huenerwadel mit Geldökonom Fabio Canetg über den grössten Börsengang der Geschichte. «Tönt schon ein wenig nach einer Geldmachmaschine.»

11. Juni 2026

«Wir sind alle ein bisschen SpaceX»

«Sie sagen, Warsh hösele einfach Donald Trump hinterher.» Die beiden Ökonomen Reto Huenerwadel und Fabio Canetg kreuzen im neuen Podcast der Hypothekarbank Lenzburg die Mikrofone. (Bild: David Scheppus)

Für Fabio Canetg ist es ein Novum: «Ich habe Börsengänge bisher nicht gross verfolgt», sagt er im Finanzgipfel-Podcast mit Reto Huenerwadel. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, ist die Ausnahme: «75 Milliarden Franken nimmt SpaceX auf einen Schlag ein – das ist ungefähr so viel, wie der Bund im Budget für ein ganzes Jahr zur Verfügung hat», so der Geldökonom weiter.

«Ja, es tönt schon ein bisschen nach einer Geldmachmaschine für den Herrn Musk», sagt Reto Huenerwadel, Anlagechef der Hypothekarbank Lenzburg. Für ihn bemerkenswert ist vor allem auch der geringe Anteil der frei handelbaren Aktien, des sogenannte Free Float von nur 4 Prozent aller bestehenden SpaceX-Titel, die im Rahmen des Börsengangs dem Publikum verkauft werden.

Bitcoin für SpaceX verkauft?

Die Erkenntnis des Monats liefert die Frage nach der Finanzierungsart für Neuengagements bei SpaceX. «Irgendwie muss das ja finanziert werden», so Huenerwadel. «Man verkauft zum Beispiel etwas anderes», so Canetg. «Ich kann mir gut vorstellen, dass der Druck auf technisch spezielleren Assets wie die Tesla-Aktien oder Bitcoin, von dem einen oder anderen kam, der verkauft hat, um Geld für SpaceX zu machen», sagt der Anlagechef.

Canetg weist zudem darauf hin, dass über die zu erwartende Erhöhung des Free Float von SpaceX auch das Gewicht des Raumfahrtunternehmens in Weltindizes wie dem MSCI-World-Index deutlich steigen werde. So würden dann wegen des Trends des passiven Investierens über Exchange Traded Funds auf dem MSCI-World-Index sehr viele Menschen ebenfalls Teilhaber von Musks Geldmaschine. «Wir sind dann alle ein wenig SpaceX», so die beiden Ökonomen.

Wieso ihnen der jüngste Minicrash an der Börse Sorgen macht, sie die politischen Vorstösse wegen der steigenden Benzinpreise in der Schweiz eher kritisch betrachten oder der neue US-Notenbankchefs Kevin Warsh – «sie sagen, er hösele einfach Donald Trump hinterher», so Canetg – kein einfaches Spiel haben wird, jetzt im «Finanzgipfel» der Hypothekarbank Lenzburg.

«Wir sind alle ein bisschen SpaceX»

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