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Zinsprognose Schweiz: Stillstand ist das neue Normal – SNB bleibt 2026 bei 0 Prozent

Die Schweizerische Nationalbank liefert auch im März 2026 genau das, was man von ihr aktuell erwartet: Keine Überraschung. Der Leitzins verharrt bei 0 Prozent. In unserer Einschätzung steht auch für den Rest des Jahres 2026 keine Änderung der geldpolitischen Gangart an.

26. März 2026

Zinsprognose Maerz 26

Entwicklung verschiedener Schweizer Zinssätze seit 2019 in Prozent (SARON = Swiss Average Rate Overnight).

Mit ihrer jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Kurs und wartet mit Zinsänderungen weiter zu. Im Zentrum steht dabei aktuell nicht die Zinsentwicklung, sondern das geopolitische Umfeld. Der Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundenen steigenden Energiepreise erhöhen die Unsicherheit deutlich. In seiner Rolle als sicherer Hafen führt diese Unsicherheit gleichzeitig für zusätzlichen Aufwertungsdruck auf den Schweizerfranken.

Die SNB reagiert auf diese Entwicklung, indem sie ihre geldpolitischen Instrumente differenziert einsetzt. Während der Leitzins unverändert bleibt, rückt der Devisenmarkt stärker in den Fokus. Die explizit erhöhte Interventionsbereitschaft zeigt, dass die Nationalbank eine übermässige Frankenstärke aktuell als das grössere Risiko einstuft als einen temporären Anstieg der Inflation. Die Verzinsung der Sichtguthaben bleibt dabei unverändert: bis zur Limite bei 0 Prozent, darüber mit einem Zinsabschlag von 0.25 Prozent.

Inflationsdynamik bleibt moderat

Die Inflation hat sich zuletzt leicht erhöht, von 0.0 Prozent im November auf 0.1 Prozent im Februar. Treiber waren vor allem höhere Energie- und Warenpreise im Zusammenhang mit den wie bereits beschriebenen gestiegenen geopolitischen Entwicklungen. Kurzfristig dürfte dieser Effekt noch etwas nachwirken.

Entscheidend ist jedoch der Blick nach vorne: Die mittelfristige Inflationsdynamik bleibt ausgesprochen moderat. Die SNB prognostiziert eine durchschnittliche Teuerung von lediglich 0.5 Prozent für 2026, unveränderten 0.5 Prozent für 2027 und nur leicht höheren 0.6 Prozent für 2028. Damit bewegt sich die Inflation weiterhin im unteren Bereich der Preisstabilität. Trotz steigender Energiepreise ist gegenwärtig kein anhaltender Inflationsdruck erkennbar – im Gegenteil: Der starke Franken wirkt weiterhin dämpfend auf die importierten Preise.

In der Schweiz ein Wachstum unter Trend

Konjunkturell zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Konflikt im Nahen Osten und die gestiegenen Unsicherheiten sorgen nicht nur für steigende Energiepreise mit negativen Effekten auf die globale Nachfrage, er führt möglicherweise auch zu Störungen der Lieferketten. Auch in der Schweiz bleiben die industriellen Aktivitäten schwach, die Einkaufsmanagerindizes im verarbeitenden Gewerbe liegen weiterhin deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50. Parallel dazu zeigt die Arbeitslosigkeit einen leicht steigenden Trend. Zwar konnte sich die Wachstumsdynamik der Schweizer Wirtschaft zuletzt stabilisieren, sie bleibt jedoch insgesamt verhalten. Für das Jahr 2026 erwartet die SNB mit rund 1.0% ein Wachstum deutlich unter Trend. 

Im aktuellen Spannungsfeld zwischen kurzfristig steigenden Inflationsimpulsen durch Energiepreise und strukturell dämpfenden Faktoren wie dem starken Franken und der schwachen Konjunktur hat sich die SNB für eine unveränderte geldpolitische Gangart entschieden. Aus unserer Sicht ist die Risikoverteilung allerdings klar asymmetrisch. Während eine nachhaltige Beschleunigung der Inflation wenig wahrscheinlich erscheint, sind die Abwärtsrisiken für Wachstum und Preise deutlich ausgeprägter. Die SNB betont zwar, dass die Hürden für Negativzinsen hoch sind, hält sich diese Option jedoch ausdrücklich offen.

Fazit: Keine Bewegung bei Zinsen – Hypotheken bleiben stabil

Unter dem Strich bleibt die Geldpolitik der Schweiz in einem fragilen Gleichgewicht. Unser Basisszenario bleibt ein unveränderter Leitzins von 0 Prozent für das gesamte Jahr 2026. Angesichts der aktuellen Inflationsprognose, der schwachen Wachstumsdynamik und des starken Frankens sehen wir keinen Spielraum für Zinserhöhungen. Entsprechend erwarten wir auch keine nennenswerte Aufwärtsbewegung bei den Hypothekarzinsen in der Schweiz.

Gleichzeitig bleibt die Abwärtsseite relevant: Sollte sich das Umfeld weiter eintrüben, dürfte die Diskussion um Negativzinsen rasch wieder aufflammen. Auch wenn die Hürde dafür hoch bleibt, ist dieses Szenario aus unserer Sicht klar wahrscheinlicher als steigende Zinsen.

Aktuelle Zinsprognose HBL Asset Management

per 26. März 2026 (SARON = Swiss Average Rate Overnight)

Aktuell (26.03.2026)

In 3 Monaten

In 6 Monaten

In 12 Monaten

Leitzins

0.00%

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0.00%

SARON Swap 3 Jahre

0.30%

0.15%

0.10%

0.15%

SARON Swap 5 Jahre

0.39%

0.30%

0.30%

0.40%

SARON Swap 10 Jahre

0.60%

0.60%

0.60%

0.70%

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