Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Hypothekarbank Lenzburg AG wächst im Geschäftsjahr 2025 stark und richtet sich als Gruppe neu aus
Trotz des schwierigen Zinsumfelds wächst die Bank im Geschäftsjahr 2025 mit hohem Kundengeldzufluss deutlich und erzielt dank Diversifikationseffekten ein erfreuliches Ergebnis. Nach der Übernahme von Swiss Bankers veröffentlicht die Bank erstmals einen Konzernabschluss. Zusammen mit Finstar und Swiss Bankers tritt die Hypothekarbank Lenzburg künftig als Gruppe auf.
6. Februar 2026
Im Stammhaus ist die Bilanz der Hypothekarbank Lenzburg im vergangenen Jahr um 14,3 Prozent auf 8,3 Milliarden Franken gestiegen und hat damit einen historischen Höchststand erreicht. Das Wachstum ist in erster Linie die Folge eines hohen Kundengeldzuflusses und eines dadurch ermöglichten Aufbaus der Liquiditätspositionen sowie der bankeigenen Anlagen. Am stärksten beigetragen zum Geldzufluss haben Kundinnen und Kunden der Bank, aber auch die Anteile aus Open-Banking-Partnerschaften entwickelten sich wiederum positiv.
Ertragsseitig zeigten Effekte der Diversifikationsstrategie erneut positive Wirkung, deren Basis in den vergangenen Jahren mit dem Auf- und Ausbau des Anlage-, Banking-as-a-Service- (BaaS) und Informatik-Geschäfts geschaffen wurde. So konnte die Bank im Stammgeschäft die geldpolitisch bedingten Rückgänge im Zinsdifferenzgeschäft mit Ertragssteigerungen im Kommissionsgeschäft und beim übrigen ordentlichen Erfolg (u.a. Informatik- und BaaS-Geschäft) fast vollständig kompensieren.
Kundendepots verzeichnen starke Zunahme
Konkret sank der Bruttoerfolg im Zinsgeschäft um 12,4 Prozent oder 10,2 Millionen Franken auf 72,0 Millionen Franken, hauptsächlich als Folge der Leitzinssenkungen durch die Schweizerische Nationalbank. Einen gewissen Einfluss hatte aber auch die gezielte Drosselung bei der Kreditvergabe, die bilanzseitig im leichten Rückgang der Hypothekarforderungen zum Ausdruck kommt. Die Vergabepolitik erfolgte strategiekonform aus Kapital- und Liquiditätsüberlegungen, um damit die Solidität und das Vertrauen in die Bank weiter zu stärken.
Im Dienstleistungs- respektive Kommissionsgeschäft resultierte 2025 ein überdurchschnittliches Ertragswachstum von 14,2 Prozent auf rund 18 Millionen Franken, das auf den Erfolg in der Vermögensverwaltung und im Geschäft mit externen digitalen Vermögensverwaltern zurückzuführen ist. Ausdruck des Erfolgs in diesem Bereich ist auch eine starke Zunahme der Kundendepotvolumen um rund 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken.
Das starke Wachstum beim übrigen ordentlichen Erfolg ist zum einen auf realisierte Gewinne aus Finanzanlagen als Reaktion auf die positive Börsenentwicklung zurückzuführen. Zum anderen zeigte auch das Open-Banking- und Informatikgeschäft – verbucht im anderen ordentlichen Ertrag – ein erfreuliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich, sodass netto beim übrigen ordentlichen Erfolg ein Plus von 43 Prozent auf 17,2 Millionen Franken resultierte.
Unter dem Strich erreichte der Geschäftsertrag im Stammhaus mit einem kleinen Minus von 0,5 Prozent auf 112,8 Millionen Franken das Niveau des Vorjahres. «Mit Ertragssteigerungen im Anlage-, BaaS- und Informatik-Geschäft einen Ertragsrückgang von mehr als 10 Millionen Franken im Zinsgeschäft auffangen – das ist ein klares Zeichen der operativen Stärke unserer Bank», sagt CEO Silvan Hilfiker.
Kosteneffizienz rückt in den Fokus
Die Zunahme beim Geschäftsaufwand um 2,4 Prozent auf 77,4 Millionen Franken erfolgte wiederum strategiekonform im Sinne von Investitionen für künftiges Wachstum. Im Vergleich zum Ertrag erreichte der Aufwand per Ende 2025 ein Niveau, auf dem die Bank trotz weiterer Investitionen in Wachstumsbereiche gefordert ist, die Kosteneffizienz zu verbessern.
Im Stammhaus lag der Reingewinn 2025 mit 20 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau. An der kommenden Generalversammlung wird eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 120 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Die Substanz der Bank wird mit einer Zuweisung von 11 Millionen Franken an die freiwilligen Reserven weiter gestärkt. Die (risikogewichtete) Gesamtkapitalquote von 17,2 Prozent lag per Ende 2025 deutlich über den gesetzlichen Anforderungen, womit die Bank weiterhin solide finanziert ist.
Auf Konzernstufe zeigten die Restrukturierungsmassnahmen bei der Konzerntochter Swiss Bankers Prepaid Services AG im zweiten Halbjahr 2025 erste Wirkung. Die negative Ergebnisentwicklung konnte gedrosselt werden. Die Transformationskosten wurden wiederum mit der Auflösung eines Teils des Badwills finanziert, der im Übernahmepreis enthalten war. Auch auf Gruppenstufe resultiert 2025 ein Reingewinn von 20,0 Millionen Franken.
Klarer Marktauftritt dank Gruppenstruktur
Im zweiten Halbjahr 2025 hat die Bank entschieden, Swiss Bankers als eigenständige Gesellschaft im Rahmen einer Gruppe weiterzuführen. Die künftige HBL-Gruppe besteht aus der Hypothekarbank Lenzburg AG, der Swiss Bankers Prepaid Services AG und der Finstar AG. Letztere hat per 1. Januar 2026 den operativen Betrieb aufgenommen und wird künftig autonom am Markt auftreten.
Dank der Gruppenstruktur können sich die einzelnen Gesellschaften klarer am Markt ausrichten. Die Hypothekarbank Lenzburg als innovative Bank, Finstar als Bankenplattform-Betreiber und Swiss Bankers als Payment-Anbieter mit künftiger Ausrichtung im BaaS-Geschäft.
«Die Gesellschaften der Gruppe erbringen das unveränderte Dienstleistungsangebot wie die Hypothekarbank Lenzburg bisher. Gleichzeitig können durch den klareren Fokus der Einzelgesellschaften im Verbund innovative Produkte- und Dienstleistungsangebote besser entwickelt und vertrieben werden», sagt Marianne Wildi, Verwaltungsratspräsidentin der Hypothekarbank Lenzburg.
Gruppenstrategie wird 2026 weiter geschärft
Im laufenden Geschäftsjahr 2026 liegt in den einzelnen Gesellschaften ein wichtiger Akzent auf der Ausgestaltung der Strategien innerhalb der Gruppe. Die Zinssituation bleibt herausfordernd für das Bilanzgeschäft. Im Anlage- und Informatikgeschäft erwartet die Bank wiederum eine positive Entwicklung. Auf Gruppenstufe steht zudem die Nutzung von Effizienzvorteilen durch optimale Ressourcenallokation im Vordergrund.
Veränderungen in der Geschäftsleitung
Marco Supplizi wird neu die Funktion des Bereichsleiters Finanzen und Risiken (CFO) bei der Hypothekarbank Lenzburg übernehmen. Der diplomierte Betriebswirtschafter wird per 16. Februar 2026 die Nachfolge von Stefan Meyer antreten, der wie angekündigt das Unternehmen verlassen hat (Mitteilung vom 20. Oktober 2025). Supplizi wird in dieser Funktion ein Mitglied der Geschäftsleitung.
Gleichzeitig scheidet Daniel Monras mit der erwähnten Inbetriebnahme der Finstar AG per Ende Februar 2026 aus der Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg AG aus und konzentriert sich auf seine Tätigkeit als CEO der Finstar AG. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Hypothekarbank Lenzburg bedanken sich für die wertvolle Arbeit, die Monras als Geschäftsleitungsmitglied der Bank erbracht hat und freuen sich auf die neue Form der Zusammenarbeit innerhalb der HBL-Gruppe, in welcher Finstar als Informatik-Provider der Bank weiterhin eine zentrale Rolle spielen wird.
Weitere Informationen:
Hypothekarbank Lenzburg AG
Medienstelle
Bahnhofstrasse 2
5600 Lenzburg
E-Mail: medien@hbl.ch
Telefon: +41 62 885 14 74
Über die Hypothekarbank Lenzburg AG:
Die Hypothekarbank Lenzburg AG ist eine börsenkotierte Schweizer Universalbank, die 1868 gegründet wurde. Sie beschäftigte Ende Dezember 2025 teilzeitbereinigt 502 Mitarbeitende (inkl. Swiss Bankers). Das Unternehmen betreibt im Kanton Aargau 13 Geschäftsstellen sowie zwei Beratungsoffices und ist im Retail-Banking, Hypothekargeschäft, Private-Banking, KMU-Geschäft und Krypto-Banking (Verwahrung von digitalen Vermögenswerten) tätig. Im Bereich Banking-as-a-Service (BaaS) stellt sie Drittanbietern von Finanzangeboten Bankdienstleistungen zur Verfügung. Im Bereich Embedded Finance bietet sie unter der Marke HBL Solutions Banking-Services für die Integration in die Wertschöpfungsketten von Nichtbank-Unternehmen an. Zur Weiterentwicklung dieser neuen Geschäftsbereiche hat die Bank im Januar 2025 die Swiss Bankers Prepaid Services AG übernommen, die als eigenständige Gesellschaft geführt wird. Unter der Marke HBL Asset Management betreibt die «Hypi» Lenzburg professionelle Vermögensverwaltung und betreut diverse Anlageprodukte, darunter den Anlagefonds mit Schweizer Unternehmensanleihen, der mit dem Lipper Fund Award 2025 ausgezeichnet wurde. Für das BaaS- und Embedded-Finance-Geschäft nutzt die Bank das Kernbanksystem Finstar mit seiner offenen Schnittstellenarchitektur. Für Entwicklung, Vertrieb und Betrieb der Finstar-Plattform für Banken ist ab Januar 2026 die Finstar AG zuständig, eine Tochter der Hypothekarbank Lenzburg. Wegen ihrer technologischen Innovationskraft im Open-Banking-Bereich hat die Hypothekarbank Lenzburg verschiedene Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Banking Innovation Award 2024.
Mehr unter: www.hbl.ch, www.finstar.ch, www.hblasset.ch, www.hblsolutions.ch und www.swissbankers.ch