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«Wir investieren weiter ins Open-Banking-Geschäft»

Die Hypi Lenzburg macht weiter mit dem Ausbau des Open-Banking-Geschäfts. Dies sagt Bankpräsident Gerhard Hanhart im HBL-Podcast. Wichtig sei eine Politik der kleinen Schritte, so CEO Marianne Wildi.

11. März 2021

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Die Hypothekarbank Lenzburg hat zusammen mit dem Fintech-Partnerunternehmen neon Switzerland in den vergangenen Monaten mehr als 60'000 neuen Kunden eröffnet. Dies auch dank der Verfügbarkeit neuer Programmierschnittstellen und einer erweiterten bankinternen Infrastruktur im Back-Office- und Compliance-Bereich, wie Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg, im HBL-Podcast sagt.

«Je mehr Kunden und Partner wir haben, umso mehr müssen wir die internen Prozesse anpassen: Mit 60'000 neon-Kunden haben wir mehr Aufgaben», sagt Wildi. Im sogenannten Open-Banking-Geschäft docken Drittanbieter von Finanzdienstleistungen an die bankeigene Finstar-Plattform an und bedienen in einer Kooperation mit der Hypothekarbank Lenzburg ihre eigenen Kundinnen und Kunden. «Wir wachsen in diesem Bereich stetig und in kleinen Schritten», so Wildi. Dies sei wichtig, damit die Organisation der Bank schnell genug den neuen Bedingungen anpasst werden könne.

Auch das Risikomanagement der Bank würde durch die digitale Transformation verändert. So erhalten unter anderem Cyberrisiken eine höhere Relevanz. «Das ist ein vielschichtiges Thema, das eine hohe Kompetenz voraussetzt. Wir arbeiten mit dem Cyber Defense Center einer Partnerfirma zusammen, damit unsere internen Spezialisten besser gewappnet sind», so Wildi.

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Das Führungs-Duo der Hypothekarbank Lenzburg – Bankpräsident Gerhard Hanhart und CEO Marianne Wildi hier in der Teams-Konferenz mit Podcast-Moderator Marc Fischer – will das digitale Ökosystem der Bank weiter ausbauen.

Geschäftsmodell der Bank diversifizieren

Das digitale Ökosystem – bestehend aus der Hypothekarbank Lenzburg, der Open-Banking-Plattform Finstar und Drittanbietern von Finanzdienstleistungen – will die Bankleitung weiter ausbauen. Das Ziel sei es, das Geschäftsmodell der Regionalbank so zu diversifizieren, dass die Abhängigkeit vom Zinsdifferenzgeschäft reduziert werde. «Wir verdienen aufgrund sinkender Zinsmargen immer weniger im Zinsdifferenzgeschäft», sagt Gerhard Hanhart, Verwaltungsratspräsident der Bank, im HBL-Podcast.

Die Hypothekarbank Lenzburg sei nicht zuletzt dank Marianne Wildi und der Banksoftware Finstar, welche die Bank selber entwickelt und vertreibt, in einer Situation wie keine andere Regionalbank. «Wir würden uns eine Opportunität entgehen lassen, wenn wir nicht weiter in den Open-Banking-Bereich investieren würden», so Hanhart.

Dass das Zinsdifferenzgeschäft – wegen der Laufzeitdifferenz von Hypothekarkrediten mit langen Ausleihfristen und deren Refinanzierungsquellen mit kurzfristigen Kundeneinlagen – mittlerweile zu einem riskanten Bereich für die Hypothekarbank Lenzburg geworden ist, stellen Wildi und Hanhart in Abrede. «Das Risikomanagement ist die Kernaufgabe einer Bank. Wir können langfristige Gelder hinzunehmen, die die Zinsrisiken in traditioneller Art absichern, wie etwa Kassenobligationen oder Pfandbriefrisiken mit fixen Laufzeiten», so Wildi.

Die Hypothekarbank Lenzburg ist systemrelevant

Unter der Corona-Pandemie habe die Bank eigentlich nicht gelitten, sagt Hanhart. Das zeige der Geschäftsabschluss vom letzten Jahr, in dem die Bank einen höheren Geschäftsertrag als im Vorjahr erarbeitete. Der Jahresgewinn belief sich auf rund 18 Millionen Franken (mehr zum Jahresabschluss hier). Der Gewinnrückgang sei vor allem eine Folge der Investitionen in die digitale Transformation der Bank gewesen.

Die Corona-Krise habe aber eines deutlich vor Augen geführt. «Wir sind in unserer vernetzten Wirtschaft sehr verletzlich und störanfällig», sagt Hanhart. Die Hypothekarbank Lenzburg habe als regionale Bank mit der Vergabe der sogenannten Covid-19-Kredite einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Systems geleistet. «Insofern nehme ich in Anspruch, dass die Hypothekarbank Lenzburg systemrelevant ist», so der Bankpräsident.

Viele der Menschen, die er im vergangenen Jahr getroffen habe, hätten die ausserordentlichen Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und insbesondere die Zwangsschliessungen von Unternehmen als ungerecht empfunden. Dass der Banksektor als systemrelevanter Wirtschaftszweig davon ausgenommen worden sei, liege in der Logik des Systems begründet. «Die freie Marktwirtschaft stellt nicht in jeder Situation für alle Marktteilnehmer die gleichen Bedingungen und ist in diesem Sinne nicht immer für alle gerecht», so Hanhart.

Als wichtig erachtet der Bankpräsidenten, dass das Staats- und Wirtschaftssystem rechtzeitig erkannt hat, dass es Unternehmen gab, die von der Pandemie so stark betroffen waren, dass man ihnen helfen musste. «Letztlich liegt es aber in der Verantwortung jedes einzelnen Unternehmens, dass ein Geschäftsmodell erfolgreich ist und es die weitere Existenz des Unternehmens sicherstellen kann», so Hanhart.

 

Wieso die Kooperation mit Fintech-Unternehmen der Hypothekarbank Lenzburg hilft, eine ganz andere Kraft zu entwickeln, was das Führungs-Duo unter dem Thema Nachhaltigkeit versteht und welche Rolle die Digitalisierung in der kommenden Strategieperiode spielen wird, erfahren Sie im HBL-Podcast mit Marianne Wild und Gerhard Hanhart.

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